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Wettbewerb junger Landschaftsarchitekten

Ideen von Landschaftsarchitekten – mal spielerisch, mal provokativ oder hintergründig

Gern nahm der Berufsverband der Landschaftsarchitekten BDLA das Angebot an, die Besucher der niedersächsischen Landesgartenschauen mit eigenen Schaugärten zu konfrontieren. Konfrontation insofern, weil nicht ein gefälliges Produkt vom Profi Ziel sein sollte. Statt dessen wurden dem Besucher ungewöhnliche Zugänge zum Thema Garten eröffnet. Teils wurden Künstler beteiligt oder das Feld wurde dem studentischen Berufsnachwuchs überlassen. Heraus kamen stets hintergründige Gartenideen, die mit gärtnerischen Mitteln zum Nachdenken anregen wollen.

In Bad Zwischenahn 2002 waren es „Wände“ aus langen bunten Farbstangen, die unter der Überschrift "Farbraum" den BDLA-Schaugarten gliederten. Die Besucher waren aufgefordert, diese Wände durch Anbringen bereit liegender Farbbänder gewissermaßen zu „belauben“. Mission erfüllt - am Ende der Gartenschau flatterten einige Tausend Farbbänder im Stangenwald.

Die Idee für den BDLA-Garten in Wolfsburg 2004 stammte aus einem Wettbewerb mit dem Thema "Der bewegende und bewegte Garten". Von den teilnehmenden Studenten und Absolventen der Landschaftsarchitektur überzeugte Kristina Bäurle schließlich die Jury. Der realisierte Schaugarten mit dem wortspielerischen Titel "zeit ab schnitt" zeigte eine Karawane aus Formgehölzen in (mobilen) Pflanzkübeln, die gezielt nur abschnittsweise dem regelmäßigen Pflegeschnitt unterzogen wurden. So wurde das Pflanzenwachstum beim Durchschreiten der Installation für den Besucher erst sichtbar.

In Winsen 2006 gab’s gleich zwei Ideenwettbewerbe. Einer hatte "Pettersson und Findus", die bekannten Kinderbuchfiguren zum Thema und richtete sich an junge Landschaftsarchitekten. Stefan Fuchs mit seinem Entwurf "Dufte(nde) Erfindungen" errang den ersten Preis. Beim zweiten Wettbewerb waren Landschaftsarchitekten gemeinsam mit Künstlern gefragt. Der realisierte Siegerentwurf des Künstlergartenwettbewerbs entstand als Ausruh- und Hängemattengarten mit dem Titel "träum ich?". Die Konzeption kam von Landschaftsarchitektin Heike Lorenz und der Künstlerin Christiane Bruckmann.

„Es ist jedes mal aufs Neue spannend zu sehen, welche Ideen von Kollegen und Nachwuchs-Landschaftsarchitekten aus den Wettbewerben hervor gehen“, so Thomas Ostermeyer, der Vorsitzende der niedersächsischen Sektion des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten BDLA. „Schließlich zeigen die Entwürfe, welche Themen aktuell bewegen, und bisweilen geben sie auch einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen in der Garten- und Landschaftsarchitektur. Die verwirklichten Ideengärten haben sich ebenso wie die nicht realisierten Wettbewerbsbeiträge als Inspirationsquelle für Gartengestaltungen als Bestandteil der Gartenschauen etabliert.“